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Keine Lösung vor Starkregen für Unkelbach

10.11.2023  |  Kommentare: 2

Keine Lösung für Oedingen zum Schutz vor Starkregenereignisse

Weitere Machbarkeitsstudie zur Regenrückhaltung vorgestellt

Seit mehr als einem Jahrzehnt ist man in dem Remagener Ortsteil Unkelbach auf der Suche nach  Schutzmaßnahmen bei Starkregenereignissen. Mit welchen Maßnahmen lässt sich der Ort und die Bewohner vor den schlammigen Überflutungen schützen.  Ein jetzt veröffentlichte weiteres Gutachten zu möglichen Gegenmaßnahmen brachte ein ernüchterndes Ergebnis.

Die Stadt Remagen hatte erneut eine Machbarkeitsstudie unter dem Titel „Dezentraler Regenrückhalt im Einzugsgebiet des Unkelbachs in Auftrag gegeben. Nachdem die Stadt bereits zuvor mehrere Gutachten, Geländemodellierungen und Untersuchungen zu aufwendigen und großen Regenrückhaltebecken in Auftrag gegeben hatte, beleuchtete die aktuelle Studie nun die Möglichkeiten abfließendes Regenwasser oberhalb des Ortes mit möglichst geringem technischem Aufwand in natürlich vorhandenen Geländevertiefungen und Senken zwischenzuspeichern.

Rückhaltung sei machbar aber ineffektiv

Das Fazit der Studie: Ja, es ist möglich, Regenwasser in solchen Senken zurückzuhalten, aber die Speichermengen sind dermaßen gering, dass ein wirksamer Effekt bei größeren Starkregenereignissen kaum vorhanden ist. Die Empfehlung des Gutachters: Statt in ein kaum wirksames Rückhaltesystem zu investieren, sollen Stadt und Unkelbacher lieber in den Objektschutz gefährdeter Gebäude ins Visier nehmen. Auch solle der Einlauf des teilweise unterirdisch in Rohren verlaufenden Unkelbaches optimiert und wo möglich das Ablaufprofi des Baches aufzuweiten, damit er größere Wassermengen aufnehmen kann. Ebenfalls ließe sich mit einer baulichen Optimierung der oft überfluteten Oberdorfstraße besser mit  mit dem Schlamm und Wassermassen zurechtzukommen. Etwa mit höheren Bordsteinen könnte die Fahrbahn als „Notabfluss“ dienen und so wäre es möglich, Hochwasser relativ schadfrei durch den Stadtteil zu leiten.

Große Rückhaltebecken viel zu teuer

Für viele Unkelbacher dürfte dieses Ergebnis der Studie eine weitere Enttäuschung darstellen berichtet die RZ-Online. Nach den zahlreichen kleinere und größere Überflutungen in den vergangenen Jahren war der Ruf nach einem schnellen und wirksamen Hochwasserschutz laut geworden. Man forderte immer wieder Regenrückhaltebecken, um die Wassermassen oberhalb des Ortes zurückzuhalten. Ein vorheriges Gutachten hatte ergeben, dass solche Bauten zwar theoretisch möglich seien, der enorme Aufwand für den Bau und Unterhaltung und der schwerwiegende Eingriff in die Natur in keinem Verhältnis zu den Gefahren und möglichen Schäden stünden. Kleinere Verbesserungsmaßnahmen vor Überschwemmungen hatte die Stadt bereits in der Vergangenheit ergriffen, um den Unkelbach und seine Zuflüsse etwa von Ästen und anderem Treibgut aus dem Wald freizuhalten. So wurden an mehreren Stellen Reihen von Holzpfählen in die Talböden gerammt, die Äste und grobes Schwemmgut zurückhalten sollen, damit sie nicht den weiteren Bachlauf verstopfen. Ein Teil der bereits nach wenigen Jahren verrotteten Holzpfähle soll nun durch dauerhafte Metallpfähle ersetzt werden, kündigte Bürgermeister Björn Ingendahl an.



2 Antworten zu “Keine Lösung vor Starkregen für Unkelbach”

  1. Dietmar Schröder sagt:

    Das Unheil nimmt also weiterhin seinen dramatischen Lauf, wenn der „gelben Flut von Ackerflächen“ nicht wirksam begegnet wird – auch wegen falsch verstandenem/gewährtem Eigentumsschutz. Selbstverständlich muss auch in den Siedlungen Rückhaltung betrieben werden. Doch die Siedlungsflächen betragen nur 10 Prozent der Gesamtfläche, enthalten also nur 10 Prozent von bedrohlichen Starkregenereignissen.

    Auszug aus mehreren Stellungnahmen hier im Blog
    Prof. Dietmar Schröder

  2. Jochen Seifert sagt:

    Im Juni 2016 war das Starkregenereignis im Stadtteil Unkelbach. Dabei gab es erhebliche Schäden/Überflutungen in der Ortslage. Was wurde zwischenzeitlich zum Schutz der Ortslage unternommen? Fast nichts! Bereits am 12.07.2016 hatte ich, als Diplom-Ing. Bau und durch die Flurbereinigung auch ortskundig, der Stadtverwaltung einen Entwurf zu Rückhaltemaßnahmen vorgelegt. Bei einer Bürgerversammlung am 01.06.2021 wurde dann ein 2D-Abflussmodell vorgestellt. Das kam dann zum gleichen Ergebnis wie ich im Juli 2016. Durch die geplanten Maßnahmen (fast deckungsgleich mit meinen) könnte, bei einem 100-jährigen Ereignis die Wassermenge am Ortseingang (Oedinger Straße) von ca. 30 m³/Sekunde auf ca. 5 m³/Sekunde verringert werden.
    Was kam dann? Man kam zu dem Ergebnis, dass die Bau- und Unterhaltungskosten zu hoch sind und der Eingriff in die Natur in keinem Verhältnis zu den Gefahren und möglichen Schäden steht.
    Den handelnden Personen ist nicht bekannt, dass es nach § 45 Bundesnaturschutzgesetz eine Ausnahmeregelung gibt: „Im Interesse der Gesundheit des Menschen, der öffentlichen Sicherheit, einschließlich der Verteidigung und des Schutzes der Zivilbevölkerung, oder der maßgeblich günstigen Auswirkungen auf die Umwelt oder aus anderen zwingenden Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses einschließlich solcher sozialer oder wirtschaftlicher Art.“
    Über 7 Jahre nach dem Hochwasser kommt ein Ing. Büro auf die fixe Idee, dass Rückhaltemaßnahmen möglich sind, aber auf Grund der minimalen Speichermengen keinen ausreichenden Hochwasserschutz bieten. Dabei hat man bei 3 Gewässern die falsche Lage untersucht und ein Gewässer wurde gar nicht berücksichtigt. Dafür macht man dann den Vorschlag, dass die Unkelbacher selbst im Umfeld ihrer Häuser dafür sorgen sollen, dass das Hochwasser zum Nachbar abgeleitet wird. Dazu sollen noch die Bordsteine erhöht werden, damit den Häuser an mehreren Stellen noch mehr Wasser zufließt. Ein solch banales und fachlich vollkommen falsches Konzept wird dann auch noch von der SGD und Stadt bezahlt. Es gibt wohl in Deutschland keinen Ort (Stadt), der dermaßen dilettantisch und inkompetent mit seinen Bewohnern umgeht. Es ist nicht zu verstehen, dass Stadtratsmitglieder solch einem fachlichen Unsinn zugestimmt haben. Es ist doch komisch: Die naturschutzfachlich widerrechtliche und unnötige Maßnahme im Ort, entlang des Mühlenweges, hat man gegen alle Widerstände durchgeboxt. Der Schutz der Einwohner von Unkelbach ist der Stadt Remagen egal.

    Jochen Seifert, Kempenich

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