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Offener Brief der Initiatoren Schutz des Ahrtals vor erneuten Fluten

08.05.2023  |  Kommentare: 0

Offener Brief zur Übergabe der Petition Schutz des Ahrtals vor erneuten Fluten

Schreiben an Landesministerin Eder, Bundesministerin Lemke, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Landrätin Cornelia Weigand

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dieser Post erhalten Sie nach Ablauf der Unterzeichnungsfrist unsere Petition im Wortlaut und mit dem Ergebnis.

Insgesamt haben 1.003 Menschen die Petition unterzeichnet.

Alle Betroffenen im Ahrtal und auch in den anderen Überschwemmungsbereichen in RLP warten sehnsüchtig, gespannt und mit Skepsis vermischt auf die dringend notwendigen Maßnahmen zur Sicherung des Ahrtales vor erneuten Fluten. Eine künftige Vermeidung von Überschwemmungen ist (nach Merkel) alternativlos. Hier trifft dies uneingeschränkt zu. Weder Land noch Bund oder Versicherungen können erneut Menschenleben riskieren und derartige Schadensummen stemmen. Deshalb: Es ist schon viel Zeit vergangen, ohne dass an der Wasserrückhaltung etwas Entscheidendes passiert ist. Jetzt muss es losgehen. Wie die von Prof. Dietmar Schröder erarbeitete Begründung unserer Petition ausführt, kann eine erfolgreiche Wasserrückhaltung schnell, effektiv und günstig gesichert werden, und zwar in der Land- und Forstwirtschaft. Dies bewirkt eine künftige raumumfassende Schadensvermeidung, die Beruhigung der Bevölkerung und vieles mehr, z.B. auch im Baurecht oder die Wasserbevorratung im Wald und Flur.

Für die verfahrenstechnische Vorgehensweise und Umsetzung der Planung von konkreten Maßnahmen in der Landschaft haben wir einen Vorschlag erarbeitet und in einem sog. Netzplan dargestellt. Dieser wurde einem hiesigen Ing.-Büro zur Verfügung gestellt. Es wurde bereits deutlich, dass alle Verfahrenswege überdacht und möglichst zeitlich verkürzt werden müssen, um schnell zu tragbaren Ergebnissen zu kommen. Dies gilt gleich zu Beginn für die Ausschreibung der Ing.-Leistungen.

WIR BITTEN EINDRINGLICH DARUM, DIE NOTWENDINGEN WASSERRÜCKHALTUNGEN SO SCHNELL UND EFFEKTIV WIE MÖGLICH DURCHZUFÜHREN.

An dieser Stelle drücken wir aber auch unser beglückendes Gefühl aus, in einem Land zu leben, in dem nichtversicherte und versicherte Eigentümer beim Wiederaufbau ihrer beschädigten oder total zerstörten Häuser finanziell und mental unterstützt werden.

Unser Blog zur Petition Hochwasservorsorge Ahr bleibt bestehen. Sie können hier gerne Ihre Pressemitteilungen oder Informationen einbringen. Auch die Einwohnerinnen und Einwohner sind aufgerufen, hier ihre Kommentare, ihre Kritik und auch ihre Anregungen einfließen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Gezeichnet

Prof. Dietmar Schröder/ Ernst Straatman/ Reiner Friedsam

 

Online-Petition Schutz des Ahrtals vor erneuten Fluten – Online-Petition (openpetition.de)

SCHUTZ DES AHRTALS VOR ERNEUTEN FLUTEN

Regenwasserrückhaltung unverzüglich umsetzen!

Starker und langanhaltender Regen war der Auslöser für die Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal. Selbst kleine Bäche schwollen in wenigen Stunden zu reißenden Gewässern an, die über die Ufer traten und in den talwärts gelegenen Orten verheerende Überflutungen verursachten. Diese Zuläufe der Ahr trugen dazu bei, dass deren Pegel immer weiter anstieg, sodass das gesamte Ahrtal in den Fluten versank. Verklausungen an den Brücken führten schließlich talabwärts zu enormen Flutwellen, die vieles mitrissen und zerstörten.

Als elementare Vorsorgemaßnahmen wird seitdem von vielen Experten die Rückhaltung der Niederschläge auf den land- und forstwirtschaftlichen Flächen gefordert, damit nicht wieder bei erneuten Starkregenereignissen die Wassermassen ungebremst in die Bäche und Zuläufe der Ahr strömen. Solche Rückhaltemaßnahmen in der Fläche können und müssen jetzt rasch erfolgen.

Im Einzugsgebiet der Ahr sind rund 80% land- und forstwirtschaftliche Flächen. Wenn das Wasser dort zurückgehalten wird, muss es in seinem weiteren Lauf nicht mehr gefürchtet werden. Diese Maßnahmen lassen sich günstig und zeitnah umsetzen.

Begründung

Die Flutkatastrophe im Ahrtal liegt bereits 22 Monate zurück. Der Wiederaufbau ist – vor allem durch private Initiative – in vollem Gang. Mit Ergebnissen der Enquete-Kommission „Zukunftsstrategien zur Katastrophenvorsorge“ ist nicht vor Sommer diesen Jahres zu rechnen. Erste Umsetzungen der Schutzmaßnahmen könnten beim bisherigen Tempo erst 3 Jahre nach der Katastrophe erfolgen, die Breitenwirkung noch später. Damit bleibt das Risiko einer Wiederholung der Flutkatastrophe auf Jahre bestehen!

Die Initiatoren fordern daher eine kurzfristige/ beschleunigte Erstellung des Maßnahmenkataloges zur Vorsorge und seine zügige Umsetzung. Denn die größten – rasch und kostengünstig zu behebende – Defizite bestehen in der unzureichenden Rückhaltung der Abflüsse von den land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen = 80% der Gesamtfläche im Einzugsgebiet der Ahr. Würde dieser Abfluss überwiegend zurück gehalten, bestünde keine Gefahr mehr durch weitere Starkregen und Hochwasser.

Nur breit angelegte Vorsorgemaßnahmen versprechen Erfolg. Hier und dort ein paar Objekte zu schützen und Wasser möglichst rasch zur Unter-Ahr weiterzuleiten, ist ein bisher praktizierter Irrweg. Die Devise muss lauten:

Rückhaltung vor Durchleitung!

Denn wenn das Wasser nicht im gesamten Einzugsgebiet zurückgehalten wird, strömen/ schießen bei einem erneuten Starkregenereignis gleichgroße Wassermassen erneut ins Tal und können dort nicht beherrscht werden.

 

 



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