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Mehr Schutz für das Ahrtal

03.03.2026  |  Kommentare: 0

Regenrückhaltung im Wald

Landeswassergesetz stärkt Starkregenvorsorge und naturnahe Maßnahmen

Mit der aktuellen Änderung des Landeswassergesetzes setzt Rheinland‑Pfalz wichtige Impulse für einen besseren Schutz vor Starkregen, Sturzfluten und Hochwasser – und greift damit zentrale Forderungen unserer Petition „Schutz des Ahrtals vor erneuten Fluten“ auf.

Gesetzliche Verankerung der Sturzflutgefahrenkarte

Erstmals wird die bereits existierende Sturzflutgefahrenkarte als offizielles wasserwirtschaftliches Vorsorgeinstrument im Gesetz verankert (§ 80a). Das Land erhält damit die klare Aufgabe, diese Karte zu erstellen, regelmäßig zu aktualisieren und öffentlich bereitzustellen.

Die Karte ist ein entscheidendes Werkzeug für:

  • den individuellen Schutz von Gebäuden, Grundstücken und Infrastrukturen,
  • die kommunale Bauleitplanung,
  • die frühzeitige Risikoerkennung in besonders gefährdeten Bereichen.

Damit wird ein zentrales Anliegen unserer Petition umgesetzt: Risiken sichtbar machen, bevor sie zur Gefahr werden.

Erleichterungen für naturnahe Maßnahmen zur Starkregenvorsorge

Neu eingeführt wird außerdem § 68a, der den naturnahen Ausbau kleiner Gewässer deutlich erleichtert. Für Maßnahmen von „wasserwirtschaftlich untergeordneter Bedeutung“ ist künftig keine Planfeststellung oder Plangenehmigung mehr erforderlich.

Dazu gehören insbesondere:

  • flache Mulden im Wald oder auf offener Flur,
  • Rückhalteräume, die Oberflächenwasser zeitweise aufnehmen,
  • Strukturen, die Wasser direkt vor Ort versickern lassen.

Solche Maßnahmen müssen lediglich der Wasserbehörde angezeigt werden – ein wichtiger Schritt, um schneller und unbürokratischer auf Starkregenrisiken reagieren zu können.

Warum das für das Ahrtal wichtig ist

Die Flutkatastrophe von 2021 hat gezeigt, wie entscheidend Vorsorge, dezentrale Rückhalteräume und transparente Gefahreninformationen sind. Die Gesetzesänderungen tragen dazu bei,

  • natürliche Wasserrückhaltung zu stärken,
  • Gefahren frühzeitig zu erkennen,
  • Kommunen und Bürgerinnen und Bürger besser zu schützen.

Damit folgt das Land Rheinland‑Pfalz der Intention unserer Petition und setzt konkrete Maßnahmen um, die das Ahrtal und andere Regionen widerstandsfähiger machen.



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